Bericht von der Kandidatenvorstellung

Die Zukunft bewahren“

Informationsveranstaltungen der Politischen Alternative Obing mit konkreten Vorschlägen und Kandidatenvorstellung

Bei Veranstaltungen in Frabertsham und Obing machte der Bürgermeisterkandidat der Politischen Alternative Obing, Thomas Breu, und die weiteren PAO-Bewerber für den Gemeinderat ihre Schwerpunkte für die Kommunalpolitik der Zukunft deutlich.

Die Zukunft bewahren“ – dieser persönliche Wahlspruch von Thomas Breu beinhaltet seiner Ansicht nach nur scheinbar einen Widerspruch. Die Vorzüge Obings zu erhalten, die gute Infrastruktur und zugleich den dörflichen Charakter, könne nur gelingen, wenn sich Obings Bürger und seine Kommunalpolitiker Neuem öffnen. Das betreffe beispielsweise die Gestaltungssatzung – sie sei ein gutes Instrument zur harmonischen Eingliederung der Bautätigkeit ins Ortsbild, sollte aber unter anderem die effektive Nutzung der Solarenergie ermöglichen. In diesem Sinne sei er auch dafür, das alte Rathaus zu erhalten und einer neuen Nutzung durch die Bürger zuzuführen – „nicht dass an der Stelle a bisserl a besserer Parkplatz entsteht“.

Schnelles Internet gehört zum modernen Leben dazu“, erklärte Thomas Breu. Die PAO habe schon früh die Bedeutung der Breitbandversorgung für alle erkannt und bereits 2011 einen Antrag zum Start des Anschlusses der außerhalb des Hauptortes liegenden Ortsteile gestellt.

Die Zukunft bewahren“ – darunter verstehe er vor allem, auf kommunaler Ebene in Zusammenhängen zu denken und Entscheidungen nicht auf Grundlage einzelner Bedürfnisse, sondern im Zusammenhang gesehen für die Gemeinde zu fällen, führte Breu weiter aus. Unter anderem müsse vor Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes klar sein, ob man 9000-Quadratmeter-Hallen mit wenig Arbeitsplätzen wolle oder vor allem Erweiterungsmöglichkeiten für in Obing schon bestehende Handwerksbetriebe. Und in die Landschaft passen sollte das Ganze auch noch. Deshalb stehe er voll und ganz hinter dem staatlich geforderten Raumordnungsprinzip, Gewerbegebiete in der Nähe bestehender Bebauung anzusiedeln und nicht irgendwo mitten in der Landschaft.

Die PAO-Gemeinderäte zeichnen sich durch klare Stellungnahmen und klare Positionen aus. Transparenz und Bürgerbeteiligung war uns von Anfang an ein Anliegen – das werden wir fortführen“, versicherte Bürgermeisterkandidat Thomas Breu. „Es geht nicht um Entmachtung des Gemeinderates, sondern um die tatsächliche Möglichkeit für die Bürger sich einzubringen. Das fängt dabei an, dass nicht fast die Hälfte der Angelegenheiten in nichtöffentlicher Sitzung besprochen wird, personensensible Daten können ja in der öffentlichen Sitzung durchaus weggelassen werden.“ Breu verwies auch auf die Einführung der Bürgersprechstunde auf Initiative der PAO, die Einschränkung auf Themen außerhalb der Tagesordnung würde er streichen.

Ebenso klar sei die Position der Politischen Alternative Obing zu den Windkrafträdern am Scheitzenberg, stellte Thomas Breu dar. Von Anfang an habe man in ihnen einen wichtigen Beitrag zur dezentralen Erzeugung von Strom vor Ort und damit zur Energiewende gesehen, denn allein durch Energieeinsparung seien diese Ziele nicht zu erreichen. „Obing hat noch Spielraum in der Nutzung seiner Potentiale für die Energieerzeugung aus regenerativen Quellen, z.B. durch weitere Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen Dächern wie dem neuen Rathaus.“

Schon für die Gründung der PAO war laut Breu eine wichtige Motivation, den Gesichtspunkten des Natur- und Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit bei den politischen Entscheidungen des Gemeinderates zu mehr Gewicht zu verhelfen. Noch immer sei das der Schwerpunkt der kommunalpolitischen Tätigkeit der PAO. Hier stehe der Obinger See mit seinen Zuflüssen im Blickpunkt, aber auch die Erhaltung der heimatlichen Kulturlandschaft insgesamt.

Weil er nicht alles, was ihn beschäftige, in seiner Kandidatenvorstellung behandeln könne, verwies Thomas Breu auf die Homepage der PAO www.pao-online.de: „Kommt auf unsere Seite!!Besucht unsere Homepage und überzeugt euch davon, dass unsere Ziele für die nächsten sechs Jahre sehr konkret sind.“

 

PAO-Politik ist Teamarbeit, unabhängig davon, wie viele Vertreter im Gemeinderat sitzen, machten die weiteren Bewerber der PAO für ein Gemeinderatsmandat deutlich. Sie stehen für Engagement in den verschiedensten Bereichen. Armin G. Plank beschäftigt sich mit den kommunalen Möglichkeiten für Energiepolitik, Korbinian Stettwieser dank seiner Kenntnisse als Wasserbauingenieur im Wasserwirtschaftsamt Traunstein mit dem Gewässerschutz vor allem an den Zuflüssen des Obinger Sees, Tina Weinmayer als Mutter von zwei kleinen Kindern mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Inge Graichen ist bei der Leader-Aktionsgruppe „Chiemgauer Seenplatte“ für das Projekt „Die Chiemgauer Seenplatte blüht auf“ zur Erhaltung der heimischen Kulturlandschaft verantwortlich. Daniel Lebert kann seine Erfahrungen aus der Zeit als Jugendreferent der Gemeinde und aus der Betreuung des „Jugendtreffs“ einbringen. Susn Blank-Breu bringt aus ihrer Arbeit im Obinger Naturkostladen die Überzeugung mit, dass sich der achtsame Umgang mit Menschen und der Natur und wirtschaftliches Denken und Handeln keineswegs ausschließen. Stefan Kunz hat Erfahrung in Sozialarbeit und Sozialpolitik, Franz Reiniger ist die Unterstützung des heimischen Gewerbes wichtig, Edda Glückhardt alle Bereiche des Umwelt- und Naturschutzes.

ig

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