03.06.2014 Gemeinderatssitzung zu Windrädern

Weiter gegen Windräder am Scheitzenberg

Stellungnahme des Obinger Gemeinderats zu möglicher Genehmigung durch das Landratsamt

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Von dieser Stelle aus sind die von den Obinger Gemeinderäten bei Denkendorf besichtigten Windräder von vergleichbarer Größe zu den geplanten am Scheitzenberg rund 450 Meter entfernt, also noch ein wenig näher dran als das benachbarte Diepoldsberg am Scheitzenberg

 

 

Obing. Mit neun zu fünf Stimmen hielt der Obinger Gemeinderat an seiner ablehnenden Haltung zur Errichtung zweier Windkraftanlagen mit knapp 200 Metern Höhe auf dem im Gemeindegebiet liegenden Scheitzenberg fest. Das Landratsamt Traunstein hatte der Gemeinde Obing mitgeteilt, dass die damit befassten Abteilungen des Amtes das Vorhaben als genehmigungsfähig ansehen, und den Gemeinderat zu einer Stellungnahme aufgefordert, gleichzeitig allerdings angekündigt, dass das Landratsamt , wenn diese negativ ausfalle, das gemeindliche Einvernehmen ersetzen und die Genehmigung trotzdem aussprechen werde, da es sich um ein privilegiertes Vorhaben handle. Die Mehrheit der Obinger Gemeinderäte will nun mit Hilfe eines fachlich versierten Rechtsbeistands eine Stellungnahme ausarbeiten, die sich mit den Argumenten der Genehmigungsbehörde auseinandersetzt. Über weitere juristische Schritte könne erst nach der Reaktion des Landratsamts entschieden werden, war die vorherrschende Meinung.

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Von dieser Stelle aus sind die von den Obinger Gemeinderäten bei Denkendorf besichtigten Windräder von vergleichbarer Größe zu den geplanten am Scheitzenberg rund 550 Meter entfernt, also weit unter den 800 Metern, die von der Mehrheit der Gemeinderäte als akzeptabel angesehen wurde

 

 

 

 

 

Dem Gemeinderatsbeschluss vorausgegangen war ein ausführlicher Austausch der Argumente für und gegen die Windkraftanlagen unter Einbeziehung der Eindrücke, die eine Reihe von Gemeinderäten bei einem Ortstermin in Denkendorf gewonnen hatten. Bei der Besichtigung von Windrädern derselben Größenordnung wie am Scheitzenberg geplant war wohl vielen Teilnehmern aufgefallen, dass diese Bauwerke kein so monstermäßiges Erscheinungsbild haben, wie bisher von ihnen befürchtet. Allerdings wurde dieser Eindruck von den Gemeinderäten durchaus unterschiedlich bewertet. Während die Befürworter der Windräder froh waren, dass sich die Anlagen nicht als unzumutbar herausgestellt hatten, erschien unter anderem Fanny Mayer der Eingriff in die Kulturlandschaft als zu groß. Hans Schloder waren die Bauwerke für den Scheitzenberg immer noch zu dominant; außerdem bezweifelte er die Rentabilität der Anlagen und befürchtete, die Landschaft werde letztendlich durch Bauruinen ohne Nutzen verschandelt. Armin Plank dagegen sah seine Position bestätigt, dass die Abwägung der Vorteile der Windkraftnutzung gegenüber möglichen Beeinträchtigungen der Nachbarn für eine positive Beurteilung des Vorhabens am Scheitzenberg spreche. Ihm erschienen die Argumente des Landratsamts für die Genehmigungsfähigkeit der Windkraftanlagen schlüssig. Simon Voit sprach sich für die Befürwortung der Windräder aus; wenn aber die Mehrheit der Gemeinderäte das Windrad-Vorhaben negativ beurteilten, so müssten sie konsequenterweise im Interesse der Anwohner diese Position dann auch gegenüber dem Landratsamt durchzusetzen versuchen.

WR_Vergleich BI Wolfsberg

WR_Vergleich BI Ilzham

 

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